PSALMGARTEN BEIM GEMEINDEFEST

Berichte-Termine

11. Oktober 2021 - Männernachmittag

66 Jahre St. Thomas Bohmte
360 Jahre Verkündung des evangelischen Glaubens

Der Männerkreis St. Thomas traf sich am 11. Oktober zu einem gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen.
Nach einer kurzen Andacht von Pastor Weinbrenner begann Werner Ortmann mit der Entstehungsgeschichte unserer St. Thomas Kirche, genauer gesagt mit der Mutterkirche St. Johannis in Arenshorst.  Urkundlich ist St. Johannis 1353 erwähnt, also vor 670 Jahren. Sie wurde damals dem Ritter Helenbert von der Horst verkauft und hat vermutlich auch schon früher dort gestanden.  Die heutige Kirche besteht seit 1623; wurde aber mehrfach erneuert und erweitert.  Zu Beginn des 17. Jahrhunderts übten aufgrund des Erbganges drei Familien das Patronatsrecht über die Arenshorster Kapelle aus; zwei davon (von Ledebur und von Grothaus) hatten die lutherische Konfession angenommen und von Korff als dritter Patronatsherr war katholisch geblieben. Bis 1672 wechselte die Verkündung des Glaubens. Obwohl 1654 vom evangelischen und katholischen Rat festgestellt wurde, dass im Normaljahr 1624 in Arenshorst lutherisch gepredigt wurde, erlaubte der katholische Fürstbischof keinen lutherischen Gottesdienst in Arenshorst.  Erst als der evangelische Fürstbischof Ernst August der I. in seinem Dekret vom 03. Juni 1672 verfügt, dass der evangelische Glaube in Arenshorst verkündet wird, ist der 20-jährige Rechtsstreit beendet.
Ein weiter Sprung!
Von 1812 – 1852 war Pastor Block in Arenshorst.  Entstanden ist das folgendermaßen: Das Bistum Osnabrück gehörte zu der Zeit noch zum französischen Kaiserreich. Laut französischer Verfügung sollten alle bisher geltenden Regeln beibehalten werden. Somit hatte der Patron von Arenshorst das Vorschlagsrecht. Da dieser kinderlos verstorben war, hatte das Bischofsamt das Vorschlagsrecht. Dem französischen Präfekten wurden 3 Pastoren vorgeschlagen. Der Listenerste lehnte ab und somit wurde Pastor Block vorgeschlagen und eingesetzt. In seiner Amtszeit war er von 1833 – 1852 Superintendent der III. Inspektion (jetzt Kirchenkreis genannt) Bramsche, zu denen auch die Gemeinden Hunteburg und Venne gehörten mit Sitz in Arenshorst. 1814 wurde Arenshorst zur selbstständigen Kirchengemeinde erhoben. 1867 wurden die 3 Gemeinden der II. Inspektion Buer zugewiesen. Ab 2013 gehören wir wieder zum Kirchenkreis Bramsche.
Ein weiterer Sprung:
Ab 1908 war Pastor Zwick in Arenshorst, welcher 1926 nach Hannover wechselte.
Ihm folgte Pastor Steinmetz, der zuvor schon 1 ½ Jahre Hilfsprediger in Ostercappeln war. Pastor Steinmetz betreute bis zu seinem Tode 1962 Bohmte und Arenshorst.  
Nun zu unserer St. Thomas Kirche:
Die erste Zusammenkunft wegen der Gründung eines Kirchenbauvereins fand am 18.02. 1908 statt. Alle Anwesenden beschließen die Gründung eines Kirchenbauvereins. Am 15.05. 1911 erfolgt die Eintragung in das Vereinsregister des Königlichen Amtsgerichts in Bad Essen.
Von 1914 bis 1918 ruhte während des 1. Weltkrieges die Tätigkeit des Kirchenbauvereins. Ab 1919 wurde wieder gesammelt; wobei das Gesammelte durch die Inflation wieder verloren ging. Am 06.02. 1924 wurde der Kirchenbauverein wieder aktiviert, und 1927 erfolgte die erneute Eintragung in das Vereinsregister. Weiterhin folgten diverse Schriftverkehre und Besuche des Generalsuperintendenten aus Aurich und des Landeskirchenamtes aus Hannover. Gleichwohl wurde im Februar 1933 vom Bauern Wichardt eine Fläche von 2500 m² für 5000 Reichsmark gekauft. Während der natinonalsozialistischen Zeit und der Nachkriegszeit ruhten die Aktivitäten des Kirchenbauvereins.  1952 war der Neubeginn des Kirchenbauvereins. Die weiteren Planungen verliefen nicht reibungslos. Der Patron der St. Johannis Kirche in Arenshorst, Freiherr von Ledebur befürchtete, dass durch den Kirchbau in Bohmte die Kirche in Arenshorst gefährdet sei. Am 1.12. 1952 äußerte sich schließlich der Kirchenvorstand in Arenshorst positiv zum Neubau einer Kirche in Bohmte. Im November 1953 erfolgte ein Spendenaufruf an alle evangelischen Einwohner in Bohmte. Die Geldzuwendung der Landeskirche erfolgte nur, wenn das Spendenaufkommen ausreichend ist. Am 6. Dezember 1953 veranstaltete der Posaunenchor einen Familienabend unter dem Motto „Möge jeder sein Herz öffnen“ mit einer Theateraufführung und die Vorstellung der neuen Kirche mit Lichtbildern vom Architekten Johannsen aus Osnabrück im Saal der Gaststätte Gieseke. Der Erlös des Abends war für den Kirchbau bestimmt. Das Spendenaufkommen reichte aus, und die Grundsteinlegung erfolgte am 10. Oktober 1953 im Beisein von Pastor Steinmetz, Freiherr von Ledebur, Pastor vom Hofe aus Bad Essen, Pastor Kasten aus Rabber, Pastor von Bordelius aus Ostercappeln, Pastor Teuteberg aus Venne, Superintendent Bruns aus Buer und Bürgermeister Otto – Knapp.   Am 23.10. 1953 erfolgte unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die Einweihung der Kirche durch den Landessuperintendenten Wischmann.
Am 1.1. 1964 erreicht die St. Thomas Kirchengemeinde ihre Selbstständigkeit.
Nachfolger von Pastor Steinmetz waren: Pastor col. Harbort (6 ½ Mon.), Pastor Schorege (12 J.), Pastor Nutzhorn (8 ¼ J.), Pastor Cramm (fast 20 J.), Pastor Hölter (2  ½ J.)und seit Januar 2010 Pastor Weinbrenner. Küster waren: Ernst Scherler, Gerda Strohbecke, Anneliese Habeck, Lina Wixler, Gerda Enax und z. Zt. Ursula Kuhlenbeck (und Pfarramtssekretärin). Besonders zu erwähnen sind noch die langjährige Pfarramtssekretärin Bärbel Wack, Prädikant Julius Strohbecke und „Hausmeister“ Martin Habeck.
Der Vortrag wurde mit Lichtbildern untermalt. Gustav Kröger erläuterte eindrucksvoll in einem Videoclip über die Erlebnisse beim Kirchbau, die er während seiner Lehrzeit erlebte. Ebenso berichtete er von den Schwierigkeiten beim Einbau der Buntglasfenster.
Am 31.10. 1971 erfolgte die Grundsteinlegung für das Gemeindezentrum. Die Einweihung erfolgte am 29.10.1972. Die vorangegangene Spendenaktion ergab über 100000 DM.
Werner Ortmann

Nächste Termine:
08.11. um 18.00 Uhr Pickertessen in der Gaststätte Gieseke-Asshorn.
Eine Anmeldung bis zum 2.11. ist erforderlich!
13.12. 19.00 Uhr Adventlicher Abend.

14. Juni 2021 - Männernachmittag

Bohmter St. Thomas Männer wieder aktiv

Am Montag trafen sich unter Coronabedingungen die Männer der St. Thomas Kirchengemeinde um 15.00 Uhr nach mehrmonatiger „Coronapause“ auf der Pfarrwiese unter den schattenspendenden Bäumen. Diese wurden 1993  von den damaligen Konfirmanden mit Frau Helga Cramm gepflanzt. Werner Ortmann begrüßte die Runde mit den Worten „ Macht das Beste aus dieser Zeit“, dem Motto des Männersonntages am 10. Oktober. Diese Worte passten genau zu dem heutigen Treffen. Werner Cramm wird im Laufe des Nachmittags einige Ausführungen hierzu machen. Zunächst wurde den Geburtstagskindern der letzten Monate alles Gute gewünscht. Das jüngste Geburtstagskind ( Werner Cramm 80 J.) durfte sich von den vorgeschlagenen Liedern eines aussuchen. Er wählte: „ Nun danket alle Gott“.
In der Zwischenzeit hatte unser Grillmeister Walter Alschner den Grill angeheizt. Im nächsten Jahr wird er dem Kindergarten Platz machen müssen. Nach kurzer Zeit wurde die erste Lage Würstchen am Tisch serviert. Bis zur nächsten Würstchenlage machte Werner Cramm Ausführungen zum Thema des Männersonntages. Im Laufe des Nachmittags wurden fast 50 Würstchen verzehrt, ein Lob für den Grillmeister!!
Werner O. verlas aus den plattdeutschen Anekdoten vom Bohmter Hermann Knippenberg  Erlebnisse der damaligen Konfirmanden - und Volksschulzeit.
Vor dem abschließendem Vaterunser folgende Erzählung (verkürzt) mit dem Titel:
„ Nicht mein Wille geschehe“. Eine alte Dame sitzt am Fenster eines Altenheimes und wartet auf ihren Schwiegersohn. Ursprünglich war sie überhaupt nicht damit einverstanden, dass ihre hübsche Tochter einen durch Kinderlähmung  behinderten Mann geheiratet hat. All die Jahre hindurch war der Stachel geblieben, bis zu der Zeit , wo sie selbst zur Behinderten wurde.  Der Schwiegersohn konnte nun beweisen, wie sehr er die Mutter seiner Frau liebte und verehrte. Zwischenzeitlich war sein Frau tödlich verunglückt. Ohne den Schwiegersohn wäre sie jetzt alleine.  Sie spricht Folgendes: „Vater im Himmel, verzeih mir, dass ich verstockt war. Verstockt gegen dich, weil ich nicht begreifen wollte, dass du meine Gebete, du mögest diese Hochzeit verhindern, nicht erhört hast. Verzeih mir, dass ich nicht begreifen wollte, dass nur ein Gebet seine Gültigkeit hat. Das Gebet: „ Dein Wille geschehe“. Hab Dank dafür, dass ich erfahren durfte, du machst keine Fehler, auch dann nicht, wenn das Schicksal, dass du uns auferlegst, unbegreiflich erscheint.
Das nächste Treffen ist im Juli geplant.
Die Fahrradtour „Rad und Kirche“ ist am 8. Juli um 14.45 Uhr am St. Thomas .
Werner Ortmann